Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)

Bilden eine Pflanzenfamilie, die zur Ordnung der Seifenbaumartigen (Sapindales) gehört. Die meisten der etwa 142 Gattungen mit etwa 1900 Arten kommen in tropischen Gebieten vor, nur wenige Gattungen sind ausschließlich in den gemäßigten Zonen verbreitet.

Untersuchungen zwischen etwa 2000 und 2009 ergaben das die bisher als eigenständige Gattung gezählten wurden auch dieser Gattung untergeordnet werden.

  • Rosskastaniengewächse (Hippocastanaceae)
  • Ahorngewächse (Aceraceae)

 

Da die Familie im heutigen Umfang aus mehreren Familien nach molekularphylogenetischen Gründen zusammengefügt wurde, sind bisher nur sehr wenige gemeinsame Merkmale bekannt.

Es sind meist verholzende Pflanzen: Bäume, Sträucher oder Lianen; selten sind es auch krautige Pflanzen.

Sie sind immergrün oder laubabwerfend. Die Laubblätter sind wechselständig und spiralig oder gegenständig an den Zweigen angeordnet.

Die meist funktional eingeschlechtigen Blüten sind vier- oder fünfzählig.

Meist drei (zwei bis sechs) Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen.

Es werden sehr unterschiedliche Früchte gebildet. Die Samen besitzen oft einen Arillus, der giftig sein kann, solange sie unreif sind.

 

Verbreitung

Die Seifenbaumgewächse sind vor allem in den Tropen sehr reich entwickelt.

  • Gesamte tropische Südamerika,
  • Afrika
  • Asien
  • Australien, Neuseeland und Ozeanien
  • Nordamerika, Europa und Ostasien, kommen nur wenige Gattungen wie beispielsweise die Ahorne (Acer) vor.

 

Systematik

Die Familie wurde 1789 unter dem Namen „Sapindi“ durch Antoine Laurent de Jussieu in Genera Plantarum, aufgestellt.

Der botanische Name setzt sich aus den lateinischen Wörtern sapo für Seife und India für Indien zusammen.

Die Familie Sapindaceae ist in vier Unterfamilien gegliedert; sie umfasst etwa 142 Gattungen mit 1600 bis 1900 Arten.

 

Die vier Unterfamilien der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) werden nach dem Bau des Fruchtknotens unterschieden

  • Sapindoideae: einzige Samenanlage
  • Hippocastanoideae, Dodonaeoideae und Xanthoceroideae: mindestens zwei Samenanlagen je Fruchtknotenfach (entspricht einem Fruchtblatt)

 

Unterfamilien werden nach dem Bau des Fruchtknotens unterschieden:

  • Hippocastanoideae
  • Sapindoideae
  • Dodonaeoideae
  • Xanthoceroideae

 

Nutzung

Zierpflanzen

Viele Ahorn-Arten und -Sorten werden in den gemäßigten Breiten in Parks und Gärten genutzt.

  • Blasenesche
  • Rosskastanien-Arten und -Sorten (Aesculus)

 

Holzgewinnung

  • Ahornholz
  • tropische Arten

 

Medizinische Nutzung

 

Als Schattenbaum

 

Essbare Samen oder Früchte

  • Gewinnung von Nahrungsmitteln

Akee (Blighia sapida)

 

  • Marmeladen und Säfte

Diploglottis-Arten

 

  • Spinat

 

Blätter und junge Triebe

  • Cardiospermum halicacabum
  • Koelreuteria paniculata

 

  • Ahornsirup

 

Blüten und Blätter

  • Gelbhorn (Xanthoceras sorbifolium)

 

Hygieneartikel

  • Seife

 

Fruchtschalen

  • Waschnussbaums (Sapindus saponaria)

 

Rinde

  • Jagera pseudorhus
  • Zum Waschen

 

Früchte

  • Indische Waschnuss (Sapindus mukorossi)