Fridolin Reiser
deutsch-österreichischer Montaningenieur und Metallurge
Pionier auf dem Gebiet des Tiegelgussstahls
* 16. März 1843 in Gammertingen
† 16. Januar 1909 in Leoben
Vater: Heinrich Reiser
1861 bis 1865
Bergakademie in Leoben studierte bei Peter Tunner
Anschließend arbeitete als Markscheider.
Studienreise nach Sireuil zu Pierre-Émile Martin (1864 mit dem deutschen Ingenieur Carl Wilhelm Siemens entwickelte neuartigen Stahlhochofen): technisches Knowhow
1868
Hüttenverwalter der Gussstahlfabrik in Kapfenberg
Bau des ersten Siemens-Martin-Ofens im deutschen Sprachraum
1876
Erfand den geheizten Tonaufsatz auf die Kokille, ein Verfahren, das noch heute im Blockguss Verwendung findet
1881
Metallurgischen Forschungen im Standardwerk:
Das Härten des Stahles in Theorie und Praxis
bis 1932
Erfuhr immer wieder neue Auflagen und zahlreiche Übersetzungen.
Reiser hatte wesentlichen Anteil am technischen Ausbau der österreichischen Stahlindustrie und an der Verbesserung ihrer Produktion
ab 1872
Innerberger Hauptgewerkschaft
ab 1881
Österreichisch-Alpinen-Montan-Gesellschaft
Ab 1894
Gebr. Böhler & Co. AG.
1898
Bergrat
1900
Rapid-Stahl, einen Schnellarbeitsstahl
1903
Mit Josef Spüller von der Poldihütte neue Theorie der Legierungskarbidbildung im Schnellarbeitsstahl
1908
Oberbergrat