Geschichte von Firmen & Maschinen

Geiger

Die Geschichte der Geiger Drechselbänke ist eng mit dem deutschen Maschinenbau des 20. Jahrhunderts verbunden, wobei insbesondere die Firma Geiger aus Ludwigshafen für ihre robusten und langlebigen Holzdrehmaschinen bekannt wurde. Geiger-Drechselbänke gelten heute als Klassiker und sind besonders bei professionellen Holzhandwerkern und Liebhabern aufgrund ihrer massiven Bauweise sehr geschätzt.

 

  • Ursprünge (Anfang 20. Jahrhundert): Bereits in den 1920er Jahren produzierte Geiger in Ludwigshafen Drechselbänke, die anfangs noch über Transmissionen (Riemenantrieb) angetrieben wurden.

 

  • Wirtschaftswunderzeit (1950er/1960er): In dieser Zeit etablierte sich Geiger als Hersteller für hochwertige Maschinen im Holzhandwerk. Modelle wie die Geiger G 25 wurden populär.

 

  • Merkmale der Geiger-Maschinen: Die Maschinen waren für ihre massive Konstruktion (oft aus Grauguss) bekannt, was Vibrationen minimiert.
    • G 25/G 25 F/S: Ein sehr bekanntes Modell mit einer Spitzenhöhe von ca. 250 mm und Spitzenweiten bis 1500 mm oder mehr, häufig ausgestattet mit Schnellspannreitstock und Kreuzsupport.
    • Vielseitigkeit: Geiger-Bänke waren oft für den industriellen Einsatz oder für Serienarbeiten konzipiert, konnten aber auch für Metallarbeiten umgerüstet werden.

 

  • Verfügbarkeit: Auch Jahrzehnte nach der Produktion gelten gebrauchte Geiger-Drechselbänke als wertstabil und werden oft überholt (restauriert) weitergenutzt.

 

Abgrenzung:
Es ist darauf zu achten, dass die historische Maschinenbaufirma Geiger (oft Ludwigshafen) nicht mit der heutigen Gerhard Geiger GmbH & Co. KG zu verwechseln ist, die sich seit 1952 auf Sonnenschutzantriebe spezialisiert hat.

Hapfo

Die Geschichte von Hapfo ist eng mit der Entwicklung hochwertiger Holz-Drechselmaschinen und Kopierdrehbänke verbunden, die primär im südbayrischen Mindelheim gefertigt wurden.

 

  • Ursprung (ab 1970er Jahre): Hapfo ist der Markenname für Drechselmaschinen, die seit den 1970er Jahren von der Firma Otto Kleiner Inh. M. Albus GmbH & Co. in Mindelheim hergestellt wurden. Der Fokus lag auf industriellen Drechselmaschinen, Kopierdrehbänken und später CNC-Technik.

 

  • Weiterentwicklung: Über Jahrzehnte hinweg erwarb sich Hapfo einen Ruf für robuste, industrielle Drechselbänke, von manuellen Kopierdrehmaschinen bis hin zu CNC-gesteuerten Modellen (wie die Serien Challenge 5000-7000).

 

  • Neuausrichtung und GH-Tec (2014): Nach Insolvenz wurde das Unternehmen beziehungsweise die Markenrechte über GH-Tec neu aufgestellt und die Tradition der Maschinenbau-Fertigung fortgeführt.

 

  • Hapfo Maschinenbau GmbH (2015): Die Firma wurde vom Mindelheimer Unternehmer Tobias Waltl übernommen und in Hapfo Maschinenbau GmbH umfirmiert, wobei alle Mitarbeiter übernommen wurden.

 

  • Übernahme durch steinert (2020/2021): Im Oktober 2020 übernahm die Steinert Maschinenbau GmbH aus Olbernhau die Marke Hapfo. Seit 2021 werden die manuellen Drechselbänke (Performer), Kopierdrehbänke (HydroKing) und CNC-Drehautomaten unter dem Dach von Steinert produziert und weiterentwickelt.

 

Hapfo-Maschinen sind weltweit für ihre schwere Gusskonstruktion bekannt, die sie besonders für die professionelle Holzbearbeitung und Serienfertigung geeignet macht

 

Hapfo 6000es

Steinert Maschinenbau GmbH

seit der Übernahme von Hapfo

CNC - Drechselbank

Die Zukunft des modernen Drechseln