Linde

Englisch: Lime

Botanischer Name: Tilia platyphyllos

Abarten: Winterlinde (kleinblätterig)

              Sommerlinde (großblätterig)

Vorkommen: Mittel- und Nordeuropa

Die Linde wird im Freistand bis 30 m hoch, hat einen kurzen astfreien Stamm mit einer großen schönen Krone. Die Rinde ist zuerst grünlichgrau, später dunkelgrau und dicht mit Längsrissen überzogen. Die Blätter beider Arten sind herzförmig, bei der Sommerlinde sind sie in der Regel größer und haben in den Aderwinkeln weiße Haarbüschel. Bei den Winterlinden sind diese Haarbüschel rostrot.

Linden können ein Alter bis 1000 Jahre erreichen und beeindrucken durch ihre schönen Wuchsformen. Im Einzelfall erreichen sie Stammdurchmesser von mehreren Metern.

 

Das hellfarbige Reifholz der Linde weist gelegentlich grünliche Farbzonen auf. Es verfügt über einen leichten Seidenglanz, ist aber sonst wenig dekorativ und sehr einheitlich. Die feinen, zahlreichen Poren sind für das bloße Auge unkenntlich über den ganzen Jahrring gleichmäßig verstreut.

 

Aufgrund seiner gleichmäßigen und feinen Struktur lässt es sich mit allen Werkzeugen gut bearbeiten.

 

Verwendung: Mittelalter: „lignum sacrum“ (heiliges Holz) für sakralen Kunstwerke, Holzschnitzarbeiten, Bildhauerei, weitere Verwendungen sind Spielwaren, Prothesen, Bilderrahmen, diverse Haushaltsgeräte und Holzschuhe.

 

Raum-Gew.: frisch:  580-880 kg/m³                                                                                                                           

               luftrocken: 450-490 kg/m³