Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)

Veröffentlicht am 19. Juni 2026 um 08:49

Bilden eine Pflanzenfamilie, die zur Ordnung der Seifenbaumartigen (Sapindales) gehört. Die meisten der etwa 142 Gattungen mit etwa 1900 Arten kommen in tropischen Gebieten vor, nur wenige Gattungen sind ausschließlich in den gemäßigten Zonen verbreitet.

Untersuchungen zwischen etwa 2000 und 2009 ergaben das die bisher als eigenständige Gattung gezählten wurden auch dieser Gattung untergeordnet werden.

  • Ahorngewächse (Aceraceae)
  • Rosskastaniengewächse (Hippocastanaceae)

 

Beschreibung

Da die Familie im heutigen Umfang aus mehreren Familien nach molekularphylogenetischen Gründen zusammengefügt wurde, sind bisher nur sehr wenige gemeinsame Merkmale bekannt.

Es sind meist verholzende Pflanzen: Bäume, Sträucher oder Lianen; selten sind es auch krautige Pflanzen.

Sie sind immergrün oder laubabwerfend. Die Laubblätter sind wechselständig und spiralig oder gegenständig an den Zweigen angeordnet.

Die meist funktional eingeschlechtigen Blüten sind vier- oder fünfzählig.

Meist drei (zwei bis sechs) Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen.

Es werden sehr unterschiedliche Früchte gebildet. Die Samen besitzen oft einen Arillus, der giftig sein kann, solange sie unreif sind.

 

Verbreitung

Die Seifenbaumgewächse sind vor allem in den Tropen sehr reich entwickelt.

  • Gesamte tropische Südamerika,
  • Afrika
  • Asien
  • Australien, Neuseeland und Ozeanien
  • Nordamerika, Europa und Ostasien

                kommen nur wenige Gattungen wie beispielsweise die Ahorne (Acer) vor.

 

Systematik

Die Familie wurde 1789 unter dem Namen „Sapindi“ durch Antoine Laurent de Jussieu in Genera Plantarum, aufgestellt.

Der botanische Name setzt sich aus den lateinischen Wörtern sapo für Seife und India für Indien zusammen.

Die Familie Sapindaceae ist in vier Unterfamilien gegliedert; sie umfasst etwa 142 Gattungen mit 1600 bis 1900 Arten.

 

Die vier Unterfamilien werden nach dem Bau des Fruchtknotens unterschieden:

Sapindoideae

Enthält etwa 135 Gattungen mit 1185 Arten, besitzen nur eine einzige Samenanlage

 

Hippocastanoideae

Enthält vier Gattungen mit etwa 130 Arten, haben zwei Samenanlagen

 

Dodonaeoideae

Die meisten Arten gibt es in Australien und Südostasien. weisen zwei bis mehrere Samenanlagen

Sie enthält heute etwa 20 Gattungen:

Arfeuillea Pierre ex Radlk

Mit nur einer Art:

Arfeuillea arborescens Pierre ex Radlk.; sie kommt in Südostasien vor.

 

Averrhoidium Baill.

Von den etwa vier Arten kommt eine in Mexiko vor und die anderen gedeihen im Tiefland Südamerikas.

Cossinia Comm. ex Lam.

Mit etwa fünf Arten; sie kommen auf den Maskarenen, den Fidschi-Inseln, auf Neukaledonien und in Ostaustralien vor.

 

Conchopetalum Radlk.

Die nur zwei Arten kommen nur in Madagaskar vor.

 

Diplopeltis Endl.

Sie enthält etwa fünf Arten, die in Nordwestaustralien vorkommen.

Distichostemon F.Muell.

Sie enthält etwa sechs Arten, die in Australien vorkommen.

 

Dodonaea Mill.

Die etwa 65 bis 70 Arten sind im tropischen und gemäßigten Afrika, auf Pazifischen Inseln und hauptsächlich in Australien (61 Arten) verbreitet.

 

Doratoxylon Thouars ex Benth. & Hook. f.

Von den etwa sechs Arten kommen fünf in Madagaskar und eine auf Mauritius vor.

 

Euchorium Ekman & Radlk.

Sie enthält nur eine Art

Euchorium cubense Ekman & Radlk.

Sie kommt nur auf Kuba vor.

 

Euphorianthus Radlk.

Es ist eine monotypische Gattung mit der einzigen Art

Euphorianthus euneurus (Miq.) P.W.Leenhouts

Sie hat Vorkommen im östlichen Malesien von den Philippinen bis nach Vanuatu, den Neuen Hebriden.

 

Eurycorymbus Hand.-Mazz.

Sie enthält nur eine Art

Eurycorymbus cavaleriei (H.Lév.) Rehder & Handel-Mazzetti

Sie kommt in Lorbeerwäldern in Höhenlagen zwischen 300 und 1400 Meter in China vor.

 

Exothea Macfad.

Die drei Arten kommen in Mexiko, Guatemala, Kolumbien, Ecuador und auf Westindischen Inseln vor.

Filicium Thwaites ex Benth. & Hook. f.

Sie enthält etwa drei Arten.

 

Ganophyllum Blume

Mit nur zwei Arten, eine im westlichen und zentralen Afrika, die andere von den Andamanen und Nikobaren bis ins nordöstliche Australien und den Salomonen, über ganz Malesien.

 

Harpullia Roxb.

Die etwa 26 Arten kommen in Indien, Sri Lanka, im südöstlichen China, Malesien, Australien, Neukaledonien und Tonga vor.

 

Hippobromus Eckl. & Zeyh.

Sie enthält nur eine Art

Hippobromus pauciflorus Radlk.

Sie kommt entlang der Ostküste Südafrikas vom Ostkap, über KwaZulu-Natal bis Eswatini und dann im Inland durch Transvaal, Limpopo, Mpumalanga bis Soutpansberg. Sie gilt als in der roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Südafrikas als „least concern“ = „nicht gefährdet“.

 

Llagunoa Ruiz & Pav.

Die drei bis vier Arten kommen im Hochland der Anden Südamerikas vor.

 

Loxodiscus Hook. f.

Sie enthält nur eine Art

Loxodiscus coriaceus Hook. f.

Sie kommt nur in Neukaledonien vor.

 

Magonia A.St.-Hil.

Sie enthält nur eine Art

Magonia pubescens A.St.-Hil.

Sie kommt in Brasilien, Bolivien und Paraguay vor.

 

Majidea J.Kirk ex Oliv.

Die etwa 24 Arten kommen in Afrika und Madagaskar vor.

 

Xanthoceroideae

sechs bis acht Samenanlagen je Fruchtknotenfach (entspricht einem Fruchtblatt) auf.

Unterfamilie Xanthoceroideae Thorne & Reveal

Sie enthält nur eine Gattung

Xanthoceras Bunge

Es ist eine monotypische Gattung mit der einzigen Art

Gelbhorn (Xanthoceras sorbifolium Bunge)

Die Heimat sind das nördliche und nordöstliche China und Korea.

 

Nutzung

Zierpflanzen

Viele Ahorn-Arten und -Sorten werden in den gemäßigten Breiten in Parks und Gärten genutzt.

  • Blasenesche
  • Rosskastanien-Arten und -Sorten (Aesculus)

 

Holzgewinnung

  • Ahornholz
  • tropische Arten

 

medizinische Nutzung

 

Als Schattenbaum

 

Essbare Samen oder Früchte

  • Gewinnung von Nahrungsmitteln

Akee (Blighia sapida)

 

  • Marmeladen und Säfte

Diploglottis-Arten

 

  • Spinat

Blätter und junge Triebe

Cardiospermum halicacabum

Koelreuteria paniculata

 

  • Ahornsirup

Blüten und Blätter

Gelbhorn (Xanthoceras sorbifolium)

 

Hygieneartikel

  • Seife

Fruchtschalen

Waschnussbaums (Sapindus saponaria)

Rinde

Jagera pseudorhus

 

  • Zum Waschen

Früchte

Indische Waschnuss (Sapindus mukorossi)

Quelle: Wikipedia

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